Einstell-/Einsatzlaterne DB für Ve3/4- und Ts-Signale

 

Ein seltener und dadurch ebenso unbekannter Laternentyp der Deutschen Bundesbahn.

 

Laternen dieses Typs verwendete man in hohen mechanischen Gleissperrsignalen (damals Ve3/4-, heute Sh0/Sh1-Signal) und in Nachschiebesignalen (nach wie vor Ts-Signale). Wie der Name bereits aussagt, wurde diese Laternen in die Signale eingestellt, bzw. eingesetzt. Höhe: rund 60cm!

 

Für den Laien mag diese Laterne womöglich wie eine gewöhnliche, aber überdimensionierte Stalllaterne aus einen alten Kuhstall aussehen, doch der Kenner weiß diese seltene Laterne zu schätzen. Ein genaues Alter ist schwer schätzbar, da es kaum Informationen gibt, etwa 30er Jahre.

 

Für den Kenner fällt sofort folgendes ins Auge:

 

Der Kamin: Dieser entstammt den Petroleumsignallaternen der Einheitsbauart ab 1912, diesen hatte man damals einfach übernommen. Auch zum Öffnen gedacht, hier aus Kupfer!

Der Brenner: Mit Feststellrädchen und Bajonettverschluss, ein erster Hinweis auf eine Bahnlaterne!

Der Hersteller: OSMEKA?! Na da wird man doch direkt hellhörig!

 

Mit einem Tankinhalt von rund einem Liter brannte diese Laterne auch in langen Nächten im Winterhalbjahr lange genug, bis es wieder hell wurde. Ausgerüstet mit einem großen 14-linigem Brenner sorgte diese Laterne für gute Helligkeit und somit auch gute Sichtbarkeit der Signale.

Durch die gefederte Glasglocke (Umglas) sowie den durchweg gefederten Lüftungskappenmantel, welcher den Brenner umschließt, wurde Glasbruch durch Erschütterungen reduziert.

 

Ein definitiv schönes Stück der Eisenbahnsignalgeschichte, welches in keiner Sammlung fehlen sollte!

 

Weitere Impressionen finden Sie in der Bilderschau unterhalb: