Das EAW

 

Wie stellt man sich also solch ein Eisenbahnlampen-Ausbesserungswerk vor?

 

Ist es vielleicht so groß wie ein Eisenbahn-Ausbesserungswerk damals? Mit Gleisanschluss und Drehscheibe?

Sind dort viele Arbeiter beschäftigt?

Liegt dort auch noch der urige Duft von verbrannter Steinkohle in der Luft?

 

Alle diese Fragen müssen wir jedoch leider verneinen.

 

Was ist also ein Eisenbahnlampen-Ausbesserungswerk?

 

Das Eisenbahnlampen-Ausbesserungswerk Kredenbach ist eine Manufaktur, in welcher in handwerklicher Feinarbeit alte Bahnlampen und -laternen ebenso wie ganze Signale wieder betriebsfähig gemacht werden.

 

Doch warum dieser lange Firmenname?

 

Das ist eigentlich ganz schnell und einfach erklärt:

Früher existierten bei der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft Eisenbahn-Ausbesserungswerke, später bei der Deutschen Reichsbahn die Reichsbahn-Ausbesserungswerke. Diese Werke erhielten zur Unterscheidung den Standort als Zusatz. Als Beispiel ist hier das RAW Stendal zu nennen. Es war sofort klar, auch wir mussten ein Aubesserungswerk sein, bei dem auch der Standort nicht fehlen durfte.

 

Und wer ist jetzt "wir"?

 

"Wir"?

Wir, das sind das Team rund um Tim Trapp, Eisenbahner und Eisenbahnliebhaber, welche sich am liebsten mit der Nostalgie im Bahnbetrieb beschäftigen.Dies führte auch dazu, dass wir Mitglieder in einem Museumsbahnverein sind, und uns neben dem EAW auch noch dort mit der Instandhaltung des historischen Fuhrparks sowie der Bahntrasse beschäftigen.

 

Unsere Besondere Leidenschaft für alte Lampen und Laternen führte also dazu, dass wir heute das sind, was wir sind: Die Manufaktur für historische Gegenstände aus dem Bahnbereich.  Einfach DAS Eisenbahnlampen-Ausbesserungswerk.

 

Seit Februar 2015 sind wir ein Kleinunternehmen und vertreiben unsere Produkte über diverse Museumsbahnen und auch direkt ab dem EAW.

 

 

Ebenso erhalten Sie hier Informationen rund um die Lampen und Laternen der Eisenbahn, sowie deren Hersteller und Eigenschaften. Dies ist bisher einmalig!

Die Geschichte

Wie begann also alles rund um die Lampen und Laternen?

Es begann mit einem Schulfreund des Geschäftsführers. Sein Vater, seit seiner Kindheit Verwerter von Altmetallen, hatte auf dem Sperrmüll eine Zugschlusslaterne gefunden und diese mit Erlaubnis des Vorbesitzers mitgenommen, diese jedoch zunächst achtlos zwischen anderem Metall gelagert.

 

Zwischen all dem anderen Metall, fand sich nun diese Laterne eines Abends bei dem Schulfreund wieder, als man sich dort zu einem gemütlichen Abend - der alten Zeiten wegen - verabredet hatte. Nach einiger Überredungskunst durfte die Laterne mitkommen und erneut den Besitzer wechseln.

 

Nach aufwändiger Aufarbeitung und der schwierigen Suche nach verfügbaren Ersatzteilen dämmerte es langsam:

 

"Es müsste einen Laden geben, wo man all dies kaufen könnte! Noch besser einen Laden, der so etwas auch aufarbeitet! Was gibt es wohl noch alles für Laternen bei der Bahn?"

 

"Warum nicht wir? Dem Verein würde es auch helfen,  würde er einige Spendengelder bekommen!"

 

"Das machen wir!"

 

So startete also das spannende Abenteuer mit Anfang 20 ein eigenes Unternehmen zu gründen...


Wie sah damals eine Laternenwerkstatt aus?

Foto: Sammlung A. Mayer/München

Laternenwerkstatt des AW Opladen, um 1920

Früher gab es auf jedem größeren Bahnhof bzw. in den Ausbesserungswerken Laternenwerkstätten.

 

Hier wurden zur Reparatur der Laternen vor allem geschickte Handwerker benötigt. Die damals häufig ausgeführten Arbeiten kommen dem des heutigen Spenglers bzw. Blechschlossers nahe. Viele der damals genutzten Maschinen dienen uns auch heute noch zur handwerklichen Aufarbeitung von Laternen.

 

Im Vordergrund zu sehen ist der Chef-Lampenwärter, im Hintergrund seine Gesellen. Für den Fotografen werden einige der täglichen Aufgaben vorgeführt, so das Richten eines Laternengehäuses, das Rundbiegen eines Blechstreifens sowie das Sicken eines Schirmes.