Propangaslaternen

Die Propangaslaternen waren die Nachfolger der Petroleumlaternen.


Sie waren wesentlich wartungsärmer und weniger störungsarm. So wurden zunächst Gaslaternen gefertigt, welche noch sehr an ihre Vorgänger, die Petroleumlaternen erinnerten.

Der Blechkorpus an sich wurde übernommen, jedoch nur der Reflktor angepasst.

Ebenso erhielten einige Laternen einen Korb, welcher die Gasflasche aufnahm.


Doch nun stand man vor einem erneuten Problem: Die Flamme des Gases.

Man experimentierte zunächst mit Gasen, welcher mit gelber Flamme abbrannten. Diese jedoch rußten dadurch so extrem, dass der innerhalb kürzester Zeit eintretende Verschmutzungszustand der Laternen nicht mehr zu vertreten war.


Die Lösung des Problems waren Glühstrümpfe. Extra kleine Glühstrümpfe, von der AUER Gesellschaft unter eigener Stoffnummer für die DB bzw. DR hergstellt. Nun konnten die Laternen mit herkömmlichem Propangas betrieben werden, welches ja mit blauer Flamme verbrennt.


Wie bereits oben genannt, verfügten einige Laternen über einen Korb, der die Gasflasche aufnahm, welcher unten eine Schraubvorrichtung besaß, wodurch die Gasflasche an die Laterne angepresst und so mittels einer Gummidichtung abgedichtet wurde.

Andere Laternen besaßen ein Gewinde, in welches die Gasflasche eingeschraubt wurde.


Ebenso war selbstverständlich ein Druckminderer vorhanden.


Es gab nur einen Gasflaschentyp pro Bahngesellschaft (DB bzw. DB) . Dies vereinfachte natürlich den Betrieb wesentlich. Beide haben jedoch den gleichen Anschluss. Nach der Wende konnten also nun die Gasflaschen getauscht werden, wie es gerade nötig war. Diese Gasflaschen hatten ein Füllvolumen von 3,2kg.


Je nach Laterne brannten diese dann 3 bzw. 6 Wochen Tag und Nacht mit dieser einen Gasflasche. Die war ein weiterer Vorteil  gegenüber den Petroleumlampen.


Eine Zeit lang existierten die Propangaslaternen und Petroleumlaternen noch nebeneinander. Erste Gaslaternen erschienen gegen Ende der 30er jahre, wurden aber noch mit Ölgas betrieben. Für weitere Informationen klicken Sie bitte rechts auf die Wärterlaterne DRG.

Je nach örtlicher Gegebenheit existierten die Propangaslaternen an den Formsignalen bis über die Jahrtausendwende hinaus. Diese wurden jedoch dann aus gesundheitlichen Gründen durch elektrische bzw. LED Beleuchtung ersetzt.